Jambo und Hakuna Matata aus Sansibar

Allgemein Travel

Was glaubt ihr, welche Erwartungen hatte ich wohl an Sansibar? Genau, paradiesische Strände und Sonne satt.

Ja, irgendwie hatte ich außer den zwei Sachen gar nicht so viel erwartet und nun komme ich zurück und weiß gar nicht was ich zuerst erzählen soll.
Direkt vorab, das ist die erste Reise bei der die Freundlichkeit der Menschen vor Ort, mich so dermaßen beindruckt hat dass ich wirklich ins schwärmen gerate wenn ich etwas über die Sansibarern erzähle.
Jetzt aber los..

Wir kamen mitten in der Nacht auf Sansibar an und wurden sofort vor der Passkontrolle von zwei Sansibarer, wegen dem Kauf eines Visas abgefangen. Zack, da hatten wir ein Visa für je 50 Dollar und waren ratz fatz außerhalb des wirklich winzigen Airports.
Der Shuttleservice unseres Hotels hat uns dann binnen einer Std zu unserem Hotel gefahren. Wirklich viel hat man in der Dunkelheit nicht sehen können aber mir sind eh immer wieder die Äuglein zugefallen.
Im Hotel angekommen sind wir dann sofort in unser Bettchen geblumst.
Wir hatten einen Beach Bungalow mit privat Pool und Meerblick, nicht wirklich nötig, da wir uns auch nicht wirklich oft im und um den Bungalow aufgehalten haben. Die Kohle kann man sich im Zanbluu Hotel wirklich sparen. Hier sind alle Bungalows sehr schön und gleich ausgestattet.
Das Hotel war wirklich super. Klein, ruhig und cool aufgebaut. Wer in einer ruhigen Ecke auf Sansibar sein möchte, sollte sich auf Höhe des Zanbluu Hotels in Kiwenga einbuchen.

Wir hatten Halbpension gebucht und bekamen abends ein exquisites 3 Gänge Menü. Das war so lecker das mir gerade wieder das Wasser im Mund zusammen läuft.
Ebbe und Flut sind auf Sansibar sehr ausgeprägt und das Meer war hier, zum teil, morgens 8 bis Nachmittags um 16 Uhr ,,zurück getreten’’. Klingt vielleicht erst mal blöd aber dank dieser Naturgegebenheit kommt man, wenn man möchte, in den Genuss die schönsten Muscheln, in einer Vielfalt wie ich sie selten gesehen habe, zu sammeln.
Welcome neues Hobby …. beim Muscheln sammeln dreht sich die Welt für mich ein kleines bisschen langsamer.
Wenn wir nicht gerade am Hotelpool lagen oder am Strand kilometerweit spazierten, unterhielten wir uns mit den Sansibarern. Eigentlich sprechen hier alle Englisch, neben Swaeli die meistgesprochene Sprache auf dieser Insel. Über unsere kleinen Deutschkurs haben sie sich total gefreut und ich bin von soviel Interesse an einer Kommunikation mit uns ,,Touries’’ wirklich beeindruckt, so etwas habe ich so, noch in keinem meiner Urlaube erlebt. Entweder sie sind talentierter Künstler, malen Gemälde in schillerndern Farben , schnitzen  Holz zu wunderschönen Figuren und andere schöne Dinge, flechten Armbänder oder auch die Haare der Touries. Natürlich wird hier auch massiert und ratet mal wer sich in 6 Tagen nur 2 mal massieren lassen hat.  Das können sie wirklich gut und würde ich euch auch empfehlen.
Hab ich vorher gar nicht mit gerechnet aber wir waren wirklich so ,,selbstbewusst’’ und haben uns einen PKW geliehen ( wovon man in vielen Blogs eher von abrät) . Welcome Abenteuer. Auch das sollte man einfach mal machen. Wir haben es definitv nicht bereut und sind die obere Hälfte Sansibars komplett mit dem Auto abgefahren. Zum Teil war das sehr ruckellig da wir mitten im Nirgendwo über buckellige Waldpisten, ohne richtige Straße, gefahren sind aber dank google maps sind wir an all unser Ziele gelangt.

Erste Anlaufstelle war eine Spice Farm. Wirklich interessant, da wir dort zum ersten mal einen Zimtbaum, Tiga Balsam/ Menthol Wurzeln, Litchi Bäume, Pfeffer Sträucher…etc gesehen haben. Man lernt ja nie aus.
Stone Town, die Hauptstadt von Sansibar war eher unspektakulär. Kann man sich aber trotzdem mal anschauen. Prison Island auf der rießen Schildkröten rumlaufen haben wir ausgelassen, da wir irgendwie mit den Tierchen mitleid hatten.
Wir sind dann einfach mal die ganze ober Küste in 2 Tagen abgefahren, was bei der Größe von Sansibar gar kein Problem ist. Einen Traumbeach muss ich euch da auch echt empfehlen. Richtig ruhig, ohne viel Rummel und ein bisschen Hidden Paradies Style erlebt ihr in Matemwe. Wir sind da zu einem Schnorchel Ausflug hingefahren und fanden dort ein Paradies, dass uns sehr an die Malediven erinnerte. Ihr müsst solch einen Strand einfach einmal erlebt haben, so etwas schönes kann man schlecht in Worte fassen.
Wir hatten von unserem Schnorchelausflug gar nicht so viel erwartet und hatten außer ne Runde Fische schauen auch nichts eingeplant, als es dann aber hieß ,, Hey..there are dolphins, you want to see ?’’, konnten wir einfach nicht nein sagen.
Eigentlich hatten wir vorher schon ausgemacht das wir nicht extra an solch einer Delphintour mitmachen, da dies schon ein bisschen Quälerei für die Tiere ist.
Da wir aber quasi nun direkt neben diesen wunderschönen Tierchen schnorchelten ließen wir uns drauf ein und einer meiner Träume wurde zur Hälfte war.
Erst zwei, dann drei und insgesamt dann 15 Delphine schwammen um 5 Boote und präsentieren sich vor uns. Ratet mal was wir gemacht haben…. nein, wir sind nicht sofort reingehüpft und haben versucht mit ihnen zu schwimmen, uns war klar dass wilde Delphine das inmitten einiger lauter Boote wohl eher nicht mögen. Wir haben uns lieber die Honks, wie sie versucht haben schneller als ein Delphin zu sein um ihn zu berühren, angeschaut und waren recht amüsiert.
Mich hat es ja irgendwie zu Tränen gerührt…da brauch es so lange, das ich endlich einen echten Delphin sehe  und nun schwammen sie einen Meter unter mir im Meer. Irgendwann möchte ich mal mit einem schwimmen und ich bin mir sicher, dieser Traum wird irgendwann in Erfüllung gehen.

Noch eine lustige Gegebenheit die wir erlebt haben war, dass uns die Polizei zweimal angehalten hat. Angeblich waren wir jedes mal zu schnell, das absolut an den Haaren herbei geholt war. Da wir mit dem Thema ,,Korruption’’ schon vertraut sind wussten wir wie wir am besten damit umgehen und es war gar kein Problem den Polizisten von 50 Dollar auf 5 Dollar runter zu quatschen. Im Grunde haben wir ihnen einfach immer wieder erzählt das wir den Hauptkomissar Mohammed aus Stone Town kenn. Keine Ahnung wer Mohammed ist aber hier der Großteil ja Islamistisch ist, konnte der Name einfach nur ziehen. Hat dann ja auch prima geklappt.
Ein weiteres Highlight war unser Kampf mit den Wellen, als wir die Zeit nicht im Auge behalten hatten und bei Flut versucht haben zu unserem Hotel zurück zu laufen. Wir hatten Jakob, einen unserer Hotel Beachboys als Begleitung dabei,  der uns spontan bei unserem Strandspaziergang begleitet. Er war der Meinung wir könnten nun auch den Weg zurück zum Hotel gehen, den wir bei Ebbe benutzt hatten. Let’s go und schon standen wir Bauchnabelhoch in den Wellen und wir stiegen über spitze Steinkanten und Messerscharfe Steinspitzen. Mir hat es an einem Spitzen Stein meine Flip Flops glatt ausgezogen und beim Hochziehen meiner Beine schrappte ich mir eine Ferse auf. Blitsch Blatsch lief mir das Blut den Fuß runter. Yay, nun war ich glatt ein kleiner Haifischhappen. So richtig Schmerzen hatte ich nicht, im Gegenteil, ich fand die Situation irgendwie richtig cool und aufregend und wir haben es dann auch irgendwie zurück zum Hotel geschafft.
Hach ja, alles in allem würde ich Sansibar sogar noch vor den Malediven empfehlen. Die Strände sind hier einfach genau so traumhaft und man kann hier einfach noch mehr machen bei gleicher Schönheit.

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